Ausflüge

Um’s Haus
Das Grundstück rund ums Haus bietet – je nach Windrichtung, Sonnenstand und Personenanzahl verschiedene geruhsame Plätzchen. Morgens eher Richtung Straße, zum Nachmittag und Abend hin dann eher Richtung Flistad. Die Abende sind im Sommer lang, Der Blick ist nach Nord-Westen völlig unverstellt, d.h. Sonne gibt es oft bis 22:00 Uhr oder noch später … Ruhige Kugeln lassen sich von der Veranda bis zum Sofa schieben, wie‘s halt gerad passt.
Das Grundstück selbst ist eine kleine Entdeckungsreise wert, vor allem der kurze Fußweg quer über die beiden Brachwiesen (gehören zum Haus – Achtung: feuchte „Löcher“!) und ein Stück am Feld entlang Richtung Hünengrab (Blickrichtung Flistad). Eine Kanne Tee und ein gutes Buch mitnehmen und sich in eine der eisenzeitlichen Grabkuhlen legen mit Blick über die fast unnatürlich flache Ebene des Tidans (rechts) und auf die Hügellandschaft des Billingen (links).

See Östen & Tidan
Der Östen ist ein Vogelschutzgebiet, sehr flach und ziemlich stark verschilft, also kein Badesee. Er unterliegt hohen Naturschutzauflagen.Von Flistad gibt es drei Zugänge. Am einfachsten zu finden ist der Vogeltum (ausgeschildert: Fågeltornet) am Ende der Straße die von Flistad abzweigt. Der begehbare Holzturm liegt an der Ost-Mündung des Tidan.

  • Ein etwas versteckterer Zugang ist bereits ca. 500 Meter hinter der kleinen Ortscahft Öja, wo ein Weg im rechten Winkel nach links abbiegt, erkennbar am Hinweisschild „Fiskekort“ (Angelerlaubnis). Von dort lassen sich offroad schöne Spaziergänge über die Kuhwiesen und durch die lichten Wälder machen – je nach Wasserstand. Mit dem Fahrrad kann man dann den gleichen Weg zurück oder aber über die weiten Felder durch Tidan zurück zum Haus fahren.
  • Ein zweiter Zugang zum Östen ist am westlichen Ortsausgang von Flistad, und zwar ziemlich genau am Geschwindigkeitsschild 50. Von da folgt man dem Weg über die Felder zum See; auch hier gibt es wilde Wäldchen, hügelige Wiesen, einsame Ecken und schöne Blicke.
  • Von Odensåker aus (andere Seite des Östen) gibt es zwei Zugänge zum Östen mit jeweils einem Vogel-Aussichtsturm. Vor allem der Weg vom Natur-Museum in Odensåker (großes weißes Gebäude) zum Vogelturm lohnt sich, er führt durch windzerzauste Wacholderwälder (!) und bietet schöne Blicke auf den See.
  • Eine wirkliche Sehenswürdigkeit ist die Schiffssetzung von Askeberga ( ca. 3 km vom Haus entfernt, Richtung Tidan, links abbiegen, ist ausgeschildert), ein Hünengrab aus der Eisenzeit: ca. 20 große Felsblöcke, die in Form eines Schiffsrumpfs gesetzt worden sind. Diese Schiffssetzung ist die zweitgrößte in Schweden und verweist auf die vergleichsweise lange Besiedelung des Landstrichs (Vadsbo) hin, faktisch einer der zuerst besiedelten Gegenden Schwedens. Auch andere Hünengräber sind in Reichweite, so kommt man bei der Fahrradtour um den Östen (vor Odensåker) an einem großen Haufen Steinen vorbei, der ebenfalls ein Hünengrab ist.
  • Tidan selbst bietet neben dem ICA Supermarkt eine Konditorei mit Kaffeeausschank in einem bemerkenswert eigentümlichen 50er-Jahre Bau (dort hängen Fotos von Alt-Tidan), ein beachtliches Bücher Antiquariat (auch deutsche und englische Bücher), ein Fahrradgeschäft, eine Pizzeria, diverse Glas- und Altpapierrücknahmebehälter, und das wohl flächigste Alten- und Pflegeheim Schwedens. Gesellschaftlicher Höhepunkt Tidans ist der wöchentliche Flohmarkt der jeden Sonntag in der alten Textilfabrik (und in einigen vermeintlich leerstehenden Ladenlokalen an der Hauptstraße stattfindet. Kein Geheimtip mehr aber immer noch absolut sehenswert.
  • Ein weiteres (skurriles?) Ausflugsziel vor der Haustür: Benny’s Trådgården’s Järnväg am Ortsausgang von Tidan (Richtung Skövde), eine Modelleisenbahn im Garten, die zu einer der grössten ihrer Art zählt. Besuchstermine per Telefon: 0500.470839 oder 073.0362181

Weiter weg:
Mariestad (25 km) und Lidköping (60 km) sind zwei gut erhaltene alte Städtchen mit kleinem Hafen direkt am Vänern. Die Landschaft zwischen Kinnekulle und Vänern besteht aus vielen Parks und großen Gärten dank des milden Klimas. Die Kinnekullebahn zwischen Mariestad und Lidköping ist angeblich absolut erlebenswert! Im weiteren Umkreis des Hauses (Autoentfernungen) sind

  • die „kahle“ Westküste Bohuslän („Prince of Denmark-Werbung) oberhalb von Göteborg;
  • das Schloss Läckö (Museum mit div. Ausstellungen und grandiose Lage) am Vänern;
  • Hindens Rev, eine langgestreckte, ganz schmale Halbinsel die weit in den Vänern hineinläuft;
  • Dalsland, eine Seen- und Waldlandschaft westlich des Vänern;
  • die Stadt Hjo am Vättern;
  • der Naturschutzpark Tiveden mit Teilen von Primärwald, riesigen Felsbrocken und Seen;
  • der Göta-Kanal mit diversen Schleusen u.v.m.
  • Göteborg ist von Skövde 1 Zugstunde entfernt und Stockholm zwei.


Mit dem Rad
(oder zu Fuß)

  • Mit dem Fahrrad lässt sich eine Menge entdecken, vor allem in Richtung Göta Kanal, dem See Viken und in Richtung Vänern. Aber auch Richtung Tibro durch die Wälder oder – weiter – Richtung Skövde und Billingen sind schöne Touren möglich. Thermoskannen für Kaffee und Tee und Utensilien für Picknick und Landkarten sind im Haus.
  • Die kleinste Runde (6 km, auch zu Fuß machbar!) geht auf der Straße nach Flistad, ein Bullerbü Dorf mit Runes Hög (ein Königs-Hünengrab), einer sehr schönen Kirche, hübschen Häuschen und schönen Blicken auf den See Östen.
  • Eine andere Runde geht zum ‘Sörgården‘ in Vallby, wenige Kilometer südlich von Götlunda (Richtung Skövde). Der Sörgården gehört zu den am besten und komplett bewahrten alten Gehöfte in dieser Gegend. Durch den Wald kann man dann nach Götlunda zurück radeln.
  • Ganz um den Östen zu radeln (> Horn > Odensåker > Sveneby > und über Tidan zurück) ist eine wunderbare Tour von 30 km … nur die letzten Kilometer auf der langen Straße zwischen Moholm und Tidan sind eine Durststrecke …
  • Eine lange und sehr schöne Tour (ca 65 km) führt über Lugnås Richtung Vänern und über Mariestad zurück.

Badestellen:
Badestellen sind von der Straße oft ausgeschildert, oft aber leider auch nicht. Manche Badestellen sind nur zu Fuß erreichbar oder mit Fahrrad, weil das letzte Stück zum See (das gerade am Vänern oft seeehr lang sein kann…) keine öffentlichen Wege sind. Grundsätzlich gilt in Schweden das Jedermannsrecht, das heißt man darf sich überall frei in der Natur bewegen, auch auf privatem Grund, solange man Rücksicht nimmt und seinen eigenen Dreck mit nach Hause nimmt. ‘Richtige’ Badestellen erkennt man meist an einem ausgehängten Rettungsring.

  • Ein kleines Freibad (2,5 km) mit relativ großzügigen Liegeflächen gibt es am Ortseingang von Tidan, direkt neben der Schule; sehr sauber, viele Kinder. Für besonders heisse Tage.
  • See Viken (ca. 25 km); in Tåtorp über den Göta Kanal rüber, der Straße ca. 1,5 km folgen; Parkplatz auf der linken Seite. Rechts ca. 150 m vor dem Parkplatz vor einer Scheune geht ein Pfad Richtung Viken, an dessen Ende eine kleine Badestelle liegt. Tåtorp hat eine „neue“ Jugendherberge mit schönem Kaffeegarten!
  • See Vristulven (ca. 18 km auf dem halben Weg Richtung Vänern); recht großer Badeplatz, Kiosk etc. fast schon Freibadatmosphäre mit vielen Familien
  • See Vänern (20-80 km); diverse Badeplätze, u.a. unterhalb von Mariestad oder auch bei Årnäs sowie zwischen Årnäs und Björsäter, bei Blomberg (unterhalb des Kinnekulle) und – weiter, aber auch lohnenswert – der lange Sandstrand bei Hindens Rev. Der m.E. schönste Badestrand am Vänern liegt unterhalb von Årsnäs; ist auf der Blå Kartan handschriftlich eingezeichnet. Das Auto muss ca. 2 km entfernt an der Straße geparkt werden, das letzte Stück geht dann zu Fuß durch den Wald. Dort gibt es in unmittelbarer Nachbarschaft zwei schöne Sandstrände und einen wunderbaren Felsstrand mit großen flachen Steinen. Von den wenigen Ferienhäusern in der Nähe sollte man sich nicht abschrecken lassen! Außerdem auf der Insel Torsö oberhalb von Mariestad (mit Brücke mit dem Festland verbunden). Torsö selbst ist ein kleines Paradies; dort auch diverse supernette Kaffee-Stellen.
  • Beliebter Sandstrand (und angeblich auch einsame Badebuchten) im Naturschutzgebiet Sandviken, hinter Mariestad’s Golfplatz. Man kann auch von der Innenstadt hinwandern (ca. 7km eine Strecke)
    Popular sandy beach (and apparently even some reclusive small bays nearby) in the Nature reserve Sandviken, just behind Mariestad’s Golf course
    Wegbeschreibung/Directions
  • Ganz offiziell nackig baden kann man 5km östlich von Lidköping am FKK Strand Truve.
    Official nudist beach 5km east of Lidköping, at Nakenbadet Truve.
    <a href="Wegbeschreibung/directions
  • Vitsand am St. Trehörningen (Tiveden). Shallow and beautiful sandy beach of the lake Trehörningens northernmost bay. Nice beach and a good starting point for hiking over Tärnekullen, past Junker hunters stone or stone source area.
  • See Vättern: Breivik (ca. 40 km), direkt neben dem Camping Platz; relativ langer, allerdings auch schmaler Sandstrand – Anfahrt über Tibro und in Hjo

Kanufahren

  • Der Tidan wird auch mit Kanus befahren, aufregender ist es aber sicher Richtung Mullsjö/Jönköping, im Tivedengebiet oder im Dalsland.
  • Ein Kanuverleih ist in der Jugendherberge in Tåtorp (Göta Kanal/See Viken).
  • Tiveden: Verleih in den Touri-Information von Laxå, Askersund sowie in Hadders Camping.


Tipps der Touri-Information sowie aus Zeitungsartikeln über Ausflüge und Wanderwege in der Gegend um Skövde und Mariestad

Ein Vogelsee in der Kulturlandschaft – Wissenswertes rund um den See Östen

  • Binnebergs Tinghus Das Dorf Binneberg war von 1641-1891 Tingplatz für den westlichen Teil von Vadsbo. 1761 wurde das jetzige Gebäude errichtet. Das Untergeschoss mit dem alten Tingsaal wurde in seinem alten Aussehen wiederhergestellt, im Obergeschoss gibt es ein Schulmuseum und einen Versammlungssaal.
  • Odensåker („Odins Feld“): Der Name klingt nach „Heidentum“. Der Ort wurde erstmalig bereits 1292 erwähnt. Der Landstrich war sehr früh von Menschen besiedelt, die auf dem Wasserweg dorthingefunden haben, v.a. über den Östen, der früher sehr viel größer war. Die ältesten Teile der Kirche sind aus dem 12. Jahrhundert und die Gebäude am Glockenturm direkt neben der Kirche (?) stammen aus dem 17. Jahrhundert. Dieses Ensemble gilt als das einzige im ganzen Land, das unverändert an seinem alten Platz steht. Im Logården hat das Naturschutzwerk in Zusammenhang mit dem Heimatverein ein Infozentrum für den Östen geschaffen (Cafe + Versammlungsraum). Es gibt ausserdem eine ständige Sammlung von ortstypischen historischen Gebrauchsgegenständen). Aus der Frühzeit ist erwähnenswert der Ort einer steinzeitliche Ansiedlung in Skalrike, ein Steinhaufen in Rörs aus der Bronzezeit (20 Meter im Umkreis) sowie der sogenannte „Grimstenen“…
  • Tidavad: Tidavad ist ein gut erhaltenes Dorf am Tidan. Es gibt eine mittelalterliche Kirche, ein Landhandelsgeschäft sowie ein einzigartiges Museum, in dem Karl Johanssons Wohnung und Uhrmacherwerkstatt komplett ausgestellt ist. Johansson war Uhrmacher und Funk-Amateur und hatte Verbindungen in die ganze Welt. Zu sehen sind seine Werkzeuge und seine Radiostation, komplett ca. 15000 Gegenstände.
  • Sveneby: Das Gebäudeensemble des Sveneby Herrenhofs wurde in den Jahren 1752-56 von dessen damaligen Besitzer, dem Hofmarschall und Landeshauptmann Adam Otto Lagerberg, errichtet. Der schöne und sehr gut erhaltene Gebäudekomplex umfasst drei Paar Flügel. In der mittelalterlichen Steinkirche gibt zwei „Siegeskruzifixe“ und ein Taufbecken aus dem Mittelalter sowie ein Altargemälde und eine Kanzel aus der Barockzeit. In den verganenen 15 Jahren ist Sveneby bekannt geworden (und berüxhtigt) als Auslandswohnsitz des deutschen Rechtsextremen Jürgen Rieger (gestorben 2009).
  • Vad: Die Schiffssetzung von Askeberga, die zweitgrößte in Schweden, besteht aus 24 großen Steinbrocken. Im 13. Jahrhundert war hier der Gerichtsplatz, (Ting). Vad war der zentrale Ort in dem mächtigen Vadsbo.
  • Am Fluss Tidan, der besegelt wurde, gibt es Spuren von Ansiedlungen aus der Bronze- und Eisenzeit. Zum Herrenhof Vaholm führt eine gerade restaurierte überdachte Holzbrücke. Im Ort Tidan gab es zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die 60er jahre eine Bedeutende Textilverarbeitungsindustrie mit über 200 Angestellten.
  • Götlunda: Teile der Kirche in Götlunda stammen aus dem 12. Jahrhundert. Ein Runenstein aus der Eisenzeit steht auf einem Feld nahe Vallby und gleich daneben liegt ein Grabfeld aus der gleichen Zeit, genannt „Jämmerkullen“. Anna Fälts Haus, das letzte noch bewohnte Blockhaus in der Gegend, kann besucht
    werden, es liegt in der Nähe der Brännemo Kirche.
  • Flistad: Ein Hünengrab, „König Ranes Hügel“ liegt auf dem Friedhof der Kirche von Flistad. In der Kirche selbst erzählt ein Gedicht an der Wand von der Geschichte der Kirche.
  • Väring, Locketorp: Väring ist ein Bahnhofsort, der in Zusammenhang mit dem Bau der westlichen Stammbahn 1860 entstanden ist. Die Kirche ist von 1811, aber das mittelalterliche Taufbecken stammt aus eine älteren Kirche, die am gleichen Platz stand. Auf einer Wiese nahe Bankälla am Östen wurde 1738 ein Schatz mit 11 goldenen Ringen gefunden, die zusammen 1742 Gramm worden. Der Schatz stammt aus der zeit um 400 v.C..
  • Horn: Ein Grabfeld aus der Eisenzeit liegt nahe der Kirche von Horn. Horns Ziegelei, die immer noch in Betrieb ist, gilt als eine der am besten erhaltenen Ziegeleien in Schweden, ein lebendiges Industriedenkmal und gleichzeitig ein Museum.

Kürzere Wanderungen rund um Skövde (alle ca. 25-30 km entfernt)

  • Högsböla Ängar (Högsbola Wiesen) – eine alte Kulturlandschaft
    > Horn > Stöpen > Berg (ca. 25 km)
    In der Gegend um die Ortschaft Berg bietet die Natur eine ihrer besten Seiten: Högsböla Ängar sind ein prächtiges Beispiel für die Urbarmachung von Land in alten Zeiten. Der gelinde gesagt kurvige Weg erschließt sich am allerbesten mit dem Fahrrad. Der Weg läuft entlang von Steinmäuerchen, die charakteristisch für den ganzen Landstrich sind und, ebenso wie die vielen Grenzsteine auf die lange
    Tradition dieser Kulturlandschaft verweisen. Auch der verschlungene Weg selbst bezeugt noch diese Zeit. Aber nicht nur der Abdruck einer vergangenen zeit macht Berg interessant, auch die Natur selbst: wenn man das knartschende zu Högsböla Ängar öffnet, die am Westhang des Billingen liegen, betritt man ein letztes
    Stück der großen Laubwiesen, die es im 18. Jahrhundert rund um Berg gab. Die Kühe zwischen den Bäumen merken kaum auf, wenn man ihre Wiesen betritt. Sie sind Besucher gewöhnt, zumal der Wanderweg Billingeleden direkt über diese Wiesen führt. Der Wanderweg führt hoch auf den Berg hinauf, aber denjenigen, der sein Auto oder Fahrrad in Berg abgestellt hat und eine Weile laufen will, bietet
    sich eine wenige Kilometer lange Wanderung zur (ehemaligen) Burg Gråmur an und zum Vallersjön, ein See, der verborgen in einer Senke liegt. Die Stille und die Natur, die vielen Blumenarten und die alten Eichen, unter denen Kühe grasen lohnen den Ausflug nach Berg.

  • Skultorps Nabbe (Gipfel): Skulptorps Nabbe erreicht man vom Fornbyn; Nohlmarkjen liegt südlich von Skultorp, am Lorinavägen; Hallabroravinen liegt zwischen der Eisenbahnstrecke und der Straße Nr. 48 durch Skultorp, in der Backaområdet. Der Weg vom Fornbyn zu Skulptorps Nabben ist ungefähr 800 Meter lang, steil, entlang eines abschüssigen Abhangs, mitten durch das Laubdach eines „Urwaldes“. Oben auf der Spitze öffnet sich das dichte Laub und man hat eine gute Aussicht über Skövde, den Höhenzug von Hökensås und die Gegend um Falköping (Falbygden). Bei guter Sicht sieht man sogar Omberg (?). Auf der anderen Seite von Skultorp, südlich des Lorinavägen, liegt das Naturreservat Nohlmarken. Man wandert durch eine üppige Flora. Es sind 370 unterschiedliche Pflanzenarten in Nohlmarken gezählt worden. Im Sommer wird dieser Reichtum am sichtbarsten, dann blühen nämlich die Orchideen. Hallabroravinen gleicht einer Postkarte, wenn die Sonne durch das dichte Laubdach fällt. Ein Bach schlängelt sich durch die Gegend und man fühlt sich wie im Urwald, obwohl keine 100 Meter entfernt eine Wohngegend liegt.
  • Garparörs Naturreservat: Liegt an der Straße Nr. 48 Richtung Mariestad; ist auch zu erreichen über den alten Sätersvägen Im Naturreservat Garparör winden sich Pfade zwischen Hünengräber, gestutzten Linden, Buchen und gluckernden Bächen. Garparör ist vielleicht nicht die bekannteste Wandergegend, aber eine der schönsten. Schon der erste Anblick der uralten gestutzten Linden, die die skurrilsten Formen entwickelt haben, verschafft einen guten Eindruck dieser Gegend: offenes Land mit weidenden Kühen, Gräber aus der Bronzezeit, eine „Strandlinie“ aus Kieselsteinen (überwachsen), die sich über 10000 Jahren gebildet hat, Steinhaufen (der größte darunter, Garparör, gab dem Naturreservat seinen Namen) und Mäuerchen sowie wunderbare Picknickwiesen. Im nordwestlichen Teil von Garparör gibt es auch einen wunderschönen Buchenwald. Der Weg um das Naturreservat ist ca. zwei kilometer lang. In Ingasäter (in der Nähe) kann man
    enorm große Buchen sehen, die Linne bereits auf seiner Västgötareise 1746 bewunderte. Die größte der Buchen knickte bei einem Sturm 1997 um, aber allein der verbliebene Stumpf ist schon beeindruckend.
  • Våmbs Ängar – die Wiesen von Våmb: Zu erreichen über den Simsjövägen oder vom Rastplatz an der Reichsstraße 49. Man vergisst schnell, dass die vielbefahrene Reichsstraße 49 gleich in der Nähe ist; auf einer Wanderung auf Våmbs Ängar lässt man schnell den Alltag hinter sich. Die Wiesen liegen ganz in der Nähe von Skövde. Auf einem gewunden Pfad über kleine Hügel kommt man in die märchenhafte Landschaft. Man sollte dabei immer schauen, wohin man seine Füße setzt, befindet man sich schließlich auf Kuhwiesen! Ein Hohlweg führt dann weiter zu einem stark abschüssigen Hang; hier sollte man sich dann wirklich vorsehen, wohin man tritt! Dieser weg ist betörend schön, aber die eigentlich Belohnung – die Aussicht- gibt es erst, wenn man sich heraufgekämpft hat. Unterhalb von Våmbs Ängar liegt Södra Brottet. Hier schillern die Kalklagerungen des Billingen in verschiedenen Farben und Vogelinteressierte können hier den Berguhu sehen.
    • Der Torsö Archipel – Unentdecktes Paradies im Vänern
      > Tidan > Mariestad > Torsö (ca. 35 km)
      Torsö, Kalvöarna, Fågelö, Brommö, Hovden, Trollö, Bockön und alle kleineren Inseln in diesem Archipel warten auf entdeckungsfreudige und erlebnishungrige Besucher: eine abwechslungsreiche Natur mit kahlen Klippen, Kiefernheiden (?), Kieselstränden, weichen Sandstränden und rundgewaschenen Felsen.
      Alles in einer geruhsamen Stille mit dem Gluckern der Wellen des Binnenmeers Vänern. Fünfzehn Minuten Autofahrt von Mariestad liegt das Torsö-Archipel wie ein eigenes Land im Vänern. Über eine Brücke gelangt man inzwischen unproblematisch nach Torsö und Fågelö. Mit dieser Verbindung wurde Torsö und die Badestrände von Fågelö wesentlich zugänglicher. Campingplätze, Cafes und
      verschiedene gute Stellen, an denen man essen und trinken kann lassen einen eine Zeit verweilen, aber spätestens, wenn man das kleine Restaurant bei Laxhall an der Westseite mit Blick über den Brommösund entdeckt hat, bekommt man Lust, ein weiteres Eiland zu erobern. Die kleine Fähre, die von Laxhall abgeht,
      gibt einem die Gelegenheit dazu. Die Überfahrt dauert nur wenige Minuten, aber in gewisser Weise führt sie in eine andere Welt. Hier fährt man nur auf Fahrrädern. Die Autos, die zu sehen sind, gehören zu der Handvoll Menschen, die auf der Insel ein Haus haben. Fahrräder können auf der Brommöseite am Brommögård ausgeliehen werden. Man kann die Insel auch zu Fuß erschließen, vor allem auf der westlichen Seite, wo die Wege nah der Küste verlaufen. Die vielen feinen Sandstrände von Nordsand, Rövarsand und Store Vite Sand sowie viele kleine Sandbuchten laden zu häufigen Pausen oder auch Übernachtungen ein. Es gibt nur sehr wenige Gäste und man fühlt sich schnell wie der einzige Mensch auf
      einer sonst verlassenen Insel. An der Westseite liegt Nordsand und der Sund zwischen den Inseln Brommö und Hovden. Bei niedrigem Wasserstand kommt man hier trockenen Fußes auf einer Sandbank hinüber nach Hovden. Aber auch bei
      Hochwasser kann man noch hinüberwaten. Hovden ist eine wahrhaftige Perle. Ein guter (ausgeschilderter?) Rundwanderung führt durch eine Reihe von Landschaftstypen, vom Kiefernwald bis zur mageren Kiefernheide, von Sandstrand zum Kieselstrand. Es wird allerdings um Rücksicht auf brütende Fischadler gebeten, die sehr empfindlich sind. Von Hovden kann man weiter bis Svinhusholmen, Halsholmarna und Lindökroken waten. Sowohl im Frühjahr, wie auch im Sommer gibt es hier eine Menge zu erleben. An warmen Sommertagen lässt sich natürlich ganz prima Robinson Crusoe spielen. Und mit Kanu oder Kajak kommt man zu einer Reihe weiterer Inseln mit geschützten Buchten und herrlichen Sandstränden.


      Naturschutzgebiet Tiveden
      > Töreboda > Undenäs > Tiveden (ca. 50 km)
      Der Tiveden liegt auf einem Granitbergrücken. Als die Erdkruste vor 900-1400 Millionen Jahren aufbrach und sich der Vättern bildete, brach auch der Berg im Tiveden. In den Spalten bildeten sich Seen und Moorgebiete und die verbleibenden Bergreste bildeten schroffe Hänge. Das Inlandeis, das vor ca. 11000 Jahren schmolz, hat die Landschaft dann ebenfalls stark geprägt. Das Eis sprengte Felsblöcke auseinander und trieb sie mit sich voran. Als das Eis schmolz, blieben die Felsen verstreut liegen, vor allem in den durch Spaltung geschaffenen Tälern. Diese Felsen werden „Wanderfelsen“ („flyttblock“) genannt und der größte im Tiveden ist 15 Meter hoch und ist „Junker Jägares
      Sten“. Das Schmelzwasser spülte den Großteil des kleineren Materials zum Eismeer hinaus. Deshalb ist das Erdreich im Tiveden sehr dünn. Die Ausmaße des Nationalparks sind 1353 Hektar, davon 137 Hektar Wasserfläche. In der Gegend, die 1983 zum Nationalpark ausgerufen wurde, haben niemals Menschen gelebt. Der Tiveden ist der „Wald vom Gott Tis“ und war früher das wilde und gefährliche Gebiet, das die Goten von den Schweden (götarna och svearna) trennte. Mutig war derjenige, der den Gefahren von Bären, Wölfen und Wegelagerern trotzte um sich durch den Wald zu schlagen. Heute ist der Tiveden zu einem Teil Nationalpark, aber das eigentliche Gebiet geht weit über dessen Grenzen hinaus. Dennoch kommen die meisten Besucher in den Nationalpark mit dessen vielen gut ausgeschilderten Wanderwegen.
      Die allermeisten Wege gehen rund um „Stenkälla“, das einige Kilometer von der Mitte des Parks liegt. Stenkälla besteht aus gigantischen Felsbrocken, die viele Grotten bilden. Einige Wege führen auch nach Vitsand, wo es einen Badestrand und ebenfalls Grotten gibt, die man über einen kürzeren Rundweg durch den Wald erreicht. Dieser Weg ist,genau wie die anderen, stark zugewachsen. „Es gibt keine „leichten“ Wege, bloß verschieden schwere … „sagt Regina Gustavsson, Naturguide, „Mein persönlicher Lieblingsweg ist acht Kilometer lang und führt entlang des Stigmanspasset, Tolvtingsmossen und Stora Gäddsjön“ Dort
      finde ich den Tiveden am ursprünglichsten. Der größte Teil des Tiveden hat jedoch gar keine Wege und ist völlig unberührt.“
      Derjenige, der wegen der Tierwelt in den Tiveden kommt, wird sicher enttäuscht werden. Die Tiere halten sich meist fernab der Wege auf; ganz früh morgens sind die größten Chancen, etwas zu sehen. Elche und Wölfe gibt es nur wenige, und in den Seen der Wälder gibt es nicht einmal Fische; alle kleinen Seen sind aufgrund des sauren Regens tot. Dennoch wird aus Naturschutzgründen nicht gekalkt. Eventuell wird der Nationalpark, der 1983 gegründet wurde, noch ausgeweitet.
      Tivedstorp: Naturschön gelegen nahe dem Nationalpark. Beliebte Kaffeestuga, Handwerkverkauf, Miet-Hütten (sicher sehr touristisch?).

      • Tiveds Nationalpark: Einer der schönsten Nationalparks Schwedens, einzigartig auf seine Art: unberührt, „verzaubert“ und überwältigend. Das Gebiet wurde vom Inland-Eis geformt, das einzigartige Felsformationen zurückgelassen
        hat, darvon ist „Stenkälla“ die bekannteste. Der Kern des Parks besteht aus einer Reihe interessanter Ausflugsziele: Trollkyrka, Vitsand und Stenkälleområdet. Alle sind verknüpft mit dem „Trolltiven“, dem Mythos um Trolle im Tiveden.
      • Vitsand – Stora Trehörningen („Großes Dreieck“): Mitten in Tivedens tiefen und mächtigen Wäldern, innerhalb der Grenzen des Nationalparks, eröffnet sich
        eine kreideweißer Sandstrand am See Stora Trehörningen. Hier kann man im glasklaren wasser baden. Direkt beim Strand gibt es die Möglichkeit in den fantastischen Tärnekulssgrottorna zu klettern oder den Blick vom Aussichtspunkt Tärnekullen zu genießen
      • Stenkällegården: Gutbesuchte Touristenanlage, im Winter wie im Sommer geöffnet. Campingplatz, Wanderwege, Angelsee, Restaurant und Geschäft
        Olshammarsgården und Brigittakyrkan: Brigittakyrkan aus dem 17.Jh. geht auf die heilige Birgitta und Verner von Heidenstam zurück. Diverse Sehenswürdigkeiten in der Kirche (Geburtplatz von Heidenstamm u.a.)
      • See Unden: Mitten im Tiveden liegt der See Unden, ein fantastischer See, der für sein glasklares Wasser bekannt ist mit einer Sichttiefe von bis zu 20 Metern. Rund um den See gibt es diverse Campingplätze und im nördlichen Teil liegen weisse Badestrände. Bootsverleih rund um den See.
      • Sannerud – Tiveds Kyrkby: Ein idyllisches kleines Dorf im Tiveden am östlichen Ufer des Unden. Zwischen der Kirche und dem Platz am Landhandelsgeschäft gibt es einen Wege mit alten Gebäuden und altem Ackerland. Hier wurde einmal im Jahr ein historischer Markttag veranstaltet. Im Sommer ist hier eine Touri-Info geöffnet.
      • Fagertärn – Naturreservat: Der See Fagertärn ist einer von Europas Herkunftsgegenden für die rote Seerose. Die Seerose blüht am kräftigsten von Mitte Juli bis Mitte August. Rund um den See gibt es einen markierten Wanderpfad, Länge 2,5 km. Fernglas mitnehmen, die Seerose wächst bis weit in den See hinein. Touri-Info und Kaffeeservering während des Sommers

      Wandern im Tiveden
      Bergslagsleden Munkastigen (von Olshjammer bis Stenkällegården), div. Wege im Nationalpark; außerhalb des Nationalparks gibt es verschiedene Wege, die nicht zum Ausgangspunkt zurückführen. Einer davon ist der „Munkastigen“ (Mönchspfad). Die Mönche waren erfahrene Wanderer und sie durchkreuzten den großen Wald auf dem Weg zwischen Ramundeboda Kloster in Laxå und Olshammer. Den Weg gibt es noch immer und er ist inzwischen ein ausgeschilderter Wanderweg. Es gibt eine weiteren Weg, Kyrkstigen , zwischen Tived und Tivedstorp sowie den Bergslagsleden, der den Tiveden durchkreuzt und auch durch den Nationalpark führt. Rund und en See Stora Trehörningen gibt es einen unbeschilderten Pfad, aber eine ausführliche Beschreibung gibt es in der Informationszentrale.
      Im Nationalpark selbst sind alle ausgeschilderten Wege (außer dem o.g. Bergslagsleden) zirkelförmig und Ausgangspunkt für alle Pfade ist die Informationszentrale. Sie liegt mitten im Nationalpark an der einzigen Autostraße.
      Vitsandsgrotten und Junker Jägares Sten können auch vom Parkplatz bei Vitsand erreicht werden. Man kann zwischen sehr unterschiedlichen Weglängen wählen. Alle Wege sind über lange Strecken stark zugewachsen sind und erfordern ein wenig Klettervermögen.
      Seit vergangenem Jahr (?) gibt es auch zwei Fahrradwege. Stora Vargleden und Lilla Kungsleden. Stora Vargleden ist 35 km lang und geht entlang Vargaklämman, Fagertärn und einigen Badestellen. Lilla Kungsleden ist 30 km lang und geht über Ösjönäs, Stigmanspasset und Vitsand. Beide wege starten und enden bei der Tived Turiststuga in Sannerud.

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